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Literatur: Offene Wunden Osteuropas

Fotos: wbg
Ekaterina Makhotina
von Franziska Davies und Katja Makhotina
neu bei wbg Theiss
wbg - Wissen Bildung - Gemeinschaft
voigtlaender@wbg-wissenverbindet.de
www.wbg-wissenverbindet.de

Literatur: Offene Wunden Osteuropas (pm)In Putins Politik gegenüber der Ukraine verbinden sich die unheilvollsten Traditionen des russischen Zarenreiches und der Sowjetunion: die Herabsetzung der Ukrainer als minderwertig und die brachiale Gewalt gegenüber denjenigen, die eine von Moskau aus beherrschte Ukraine nicht akzeptieren. Dabei greift er bezeichnenderweise ein Land an, das mit seiner jungen Demokratie, seinen ethnischen Minderheiten, seiner Mehrsprachigkeit, seinem jüdischen Präsidenten sowie seinem sowjetischen Erbe das Potenzial hat, zu einer pluralistischen Gedenkkultur zu finden, die das Nationale genauso herausfordert wie Putins Modell autoritärer Herrschaft.
-Franziska Davies, Ekaterina Makhotina, Epilog
Die Erinnerung an den Holocaust und an den Zweiten Weltkrieg ist eine der fundamentalen Grundlagen für die Entstehung der Europäischen Union, wie auch einer ihrer Gründungsmythen. In der Abgrenzung von den Verbrechen NS-Deutschlands und seiner Verbündeten leiten wir ein Europa ab, das für die Wahrung der Menschenrechte und des Friedens steht.

Tatsächlich gilt Deutschland - mit seiner bestens ausgebauten und staatlich geförderten Infrastruktur des Gedenkens an die NS-Gewalt - international als Weltmeister der Erinnerung und als ein vorbildhaftes Modell für die Bewältigung der schwierigen Vergangenheit in anderen Regionen der Welt. Doch es ist längst an der Zeit, dieses Fremdbild wie auch das Selbstbild kritisch zu überprüfen.

Vor allem die gesellschaftliche Erinnerung an den deutschen Vernichtungskrieg im östlichen Europa 1939-1945 ist bei näherem Hinsehen deutlich lückenhaft. Was wissen die Deutschen tatsächlich über den Zweiten Weltkrieg in Osteuropa? Wie verbreitet ist das Wissen über die Massenerschießungen auf sowjetischem und polnischem Boden, das Aushungern der Zivilbevölkerung in Leningrad, die Auslöschung ganzer Dörfer in Belarus oder in der Ukraine?

Franziska Davies und Ekaterina Makhotina zeigen in ihrem Buch Offene Wunden Osteuropas die Dimensionen des Vernichtungskriegs anhand ihrer Reisen zu seinen Orten auf: Im Gespräch mit Überlebenden, Studierenden und Historikern suchen sie nach Wegen zu einer empathischen, selbstkritischen und offenen Erinnerungskultur und stellen zugleich die Frage, was die Erinnerung mit der Gegenwart zu tun hat - gerade jetzt, wo mit Russlands Angriff auf die Ukraine ein neuer Krieg Europa erschüttert.

Über das Buch: Franziska Davies / Ekaterina Makhotina
Offene Wunden Osteuropas
Reise zu den Erinnerungsorten des Zweiten Weltkriegs
€ 28,00, ISBN: 978-3-8062-4432-8
ET: 27. April 2022

Weitere Informationen:
www.wbg-wissenverbindet.de/shop/41708/offene-wunden-osteuropas

Über die Autorinnen
Franziska Davies Franziska Davies
Dr. Franziska Davies ist die Tochter eines Briten und einer Deutschen aus Königsberg/Kaliningrad. Sie studierte Osteuropäische, Mittelalterliche Geschichte und Philosophie in Sheffield, München und St. Petersburg. Sie lehrt die Geschichte Ost- und Südosteuropas am Historischen Seminar der LMU München.
Weitere Informationen: www.wbg-wissenverbindet.de/autoren/franziska-davies/

Ekaterina Makhotina Ekaterina Makhotina
Ekaterina Makhotina, geb. 1982 in St. Petersburg, stammt aus einer sowjetisch-jüdisch-tatarisch-russischen Familie. Sie studierte Neuere und Neueste Geschichte sowie Osteuropäische Geschichte in St. Petersburg, Karlsruhe, Regensburg und München. Sie lehrt Osteuropäische Geschichte an der Universität Bonn.
Weitere Informationen: www.wbg-wissenverbindet.de/autoren/katja-makhotina/








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